Die Entstehung der "Jagdhunde"

Das 600jährige Jubiläum der Gilde im Jahr 2003 war für sieben Wildeshauser ein willkommener Anlaß, in die Gilde einzutreten. Dieser Entschluss war eigentlich schon seit Jahren gereift, doch irgendetwas verhinderte immer wieder einen früheren Beitritt. Es gab anscheinend wichtigere Termine.

Doch dann war es endlich so weit und die notwendigen Vorbereitungen konnten getroffen werden. Die Beschaffung einer ordentlichen Anzugsordnung war doch schwieriger als gedacht.
Ein ganz großes Problem war es, Zylinder in entsprechender Größe und Qualität zu bekommen.

 
  Das "Großvaters Hut wird aufgesetzt" scheiterte schon einfach an den kleineren Kopfgrößen unserer Altvorderen. Ebenso problematisch erwies sich die Oberbekleidung. Was hatten unsere Großväter doch für schmächtige Figuren ? Letztendlich war dann alles nach erfolgter Vereidigung, Schwarzbier mit Zitrone und Eintrag in das Gildebuch für den ersten Ausmarsch perfekt. Bestes Wetter tat das Übrige.

Woher kommt der Name "Die Jagdhunde"?

Von Anfang an war für uns klar, dass wir eine kleine Gruppe innerhalb der Gilde sein wollten, so wie es viele in der Schützengilde gibt und dass wir natürlich auch einen Namen haben müssen.

In der Gaststätte "Franziskaner" in Wildeshausen wird ein Getränk mit dem Namen "Jagdhund" ausgeschenkt. Man könnte hierbei an ein Getränk für Jäger oder Hundehalter denken, doch das hat mit unserem speziellen Fall nichts zu tun.

Was ist denn nun eigentlich ein "Jagdhund"?

In ein hohes Glas wird ein kleines Fläschchen des edlen Jägermeisterlikörs gestellt. Dazu gibt man in das Glas etwas!! "Red Bull" o. ä. und trinkt dann beides gleichzeitig, indem man es im Mund mischt.

Es handelt sich hier nicht um einen Longdrink und Achtung: Schneidezähne! Vor einem gewissen Suchtfaktor werden Nachahmer gewarnt.

So wurden nach vielen, vielen "Jagdhunden" "Die Jagdhunde". Seitdem ist der Jagdhund unser feierlicher Begleiter.

Zum Pfingstfest 2003 haben wir - nach erfolgreich bestandener Aufnahme-
prüfung - unsere Gruppe mit einem weiteren Mitglied auf acht vergrößert. Zusätzlich haben wir noch zwei Ehrenmitglieder und zwei Sponsoren.

Was sind unsere Ziele?

An erster Stelle bemühen wir uns um die Bewahrung der Tradition unserer Wildeshauser Schützengilde. So ist die Teilnahme an Aus- und Einmarsch am Pfingstdienstag selbstverständlich. Besonderen Wert legen wir dabei auf eine strenge Einhaltung der vorgeschriebenen Anzugsordnung. Mit einem orange-
farbenen Seidentuch im Revers und der Web-Adresse am Hemdkragen sind wir als die "www.die-jagdhunde.de" gut zu erkennen.

Das Bergfest findet in unserem Winterlager und die Frackprobe dann schon in unserem Sommerlager statt. Die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung der Gilde und eine Cocktailparty im Sommer zählen zu den feststehenden Aktivitäten. Zwanglose Treffen mit vielen, vielen "Jagdhunden" zu Geburtstagen oder anderen Anlässen ergeben sich von Pfingsten zu Pfingsten. Selbstverständlich sind auch sporadische Besuche im "Franziskaner" notwendig, um immer wieder festzustellen, dass wir uns zu Recht "Die Jagdhunde" nennen.